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Vorbereitung: Oder-Havel-Radweg – Von Oranienburg nach Eberswalde – 28. Juli 2020

Der Finowkanal im Barnim hat mich schon in meiner Kindheit begleitet. Aufgewachsen im Eberswalder Stadtzentrum, befand sich der Finowkanal schon immer in meiner unmittelbaren Nachbarschaft. Nachdem ich 2017 und 2019 den Finowkanal von Zerpenschleise bzw. Finowfurt nach Liepe gefahren bin, war es nun Zeit auch das fehlende Stück, den sogenannten „Langen Trödel“ vom Ursprung bei Liebenwalde bis Zerpenschleuse etwas zu betrachten. So suchte ich mir eine Strecke raus, die jedoch bereits in Oranienburg begann.

Am 28. Juli startete ich um kurz nach fünf Uhr mit meiner Lieblingszugverbindung für solche Reise in Richtung Berlin. Im Berlin-Gesundbrunnen angekommen, hatte ich die Wahl mit einer S-Bahn zu fahren oder mit dem Zug. Ich entschied mich für den Zug, denn der fuhr ohne Zwischenstopp bis nach Oranienburg durch und war somit deutlich schneller als die S-Bahn. Am Bahnhof Oranienburg angekommen, ging sie auch gleich los, meine Tagestour. Erster Punkt war das Schloss Oranienburg. Dort machte ich auch die ersten Fotos und richtete meine Videokameras ein, um meine Tour zu dokumentieren.



Weiter ging meine Fahrt durch Teile von Oranienburg bis zur Havelmündung. Hier machte ich ebenfalls ein paar Fotos, jedoch war die Mündung so groß, dass man sie nicht mit einer bodengebundenen Kamera sichtbar einfangen konnte. Eine Drohne hätte hier eventuell mehr Sinn gemacht, aber so etwas ist noch nicht in meinem Besitz.
Nur wenige Kilometer von der Havelmündung entfernt befindet sich die Schleuse Lehnitz und eine Gedenkstätte des KZ Sachsenhausen, das ehemalige Klinkerwerk. Ich besuchte die Gedenkstätte lass die aufgestellten Schriften, die schon etwas Gänsehaut hervorbrachten.
Wenige Meter weiter befand sich eine alte Eisenbahnbrücke, die zum Klinkerwerk dazugehörte. Ich machte ein paar Bilder von der Brücke selbst und nochmals von der Schleuse Lehnitz.



Weiter ging meine Tour dann durch den Wald. Da ich mir das Klinkerwerk ansehen wollte, befand ich mich nicht auf der Kanalseite, wo es den guten Radweg gab, bei mir ging es weiter durch den Wald, teilweise über Stock und Stein. Mein nächstes Ziel war die ehemalige Schleusenanlage Malz.
Nachdem ich den Wald verlassen konnte, gab es wieder einen vernünftigen Weg bzw. eine vernünftige Straße. Eine erst wenige Jahre junge Brücke führte über den Oder-Havel-Kanal Richtung Malz. Bisher ging ich davon aus, dass es die eigentlichen Schleusen noch ging, jedoch falsch. Die ehemaligen Schleusenbecken sind zwar noch vorhanden, jedoch dienen sie nur noch als Überlauf für den Oder-Havel-Kanal und damit geben sie dem Malzer Kanal Wasser. Die damalige Schleusenanlage bezeichnet man seit 2007 als „Historische Wasserbauwerke“.



Weiter ging meine Tour durch viele Kilometer Wald zu einer anderen Schleuse des Malzer Kanal, wo auch heute noch Schifffahrt betrieben wird. Leider war es mir hier nicht möglich, auf Grund der Bauweise, brauchbare Bilder zu machen. So setzte ich meine Tour fort und kam nach nur wenigen Kilometern in Liebenwalde an. In Liebenwalde geht der „Lange Trödel“ vom Malzer Kanal ab und wird somit Teil des Finowkanals. Ich hatte somit meinen eigentlichen Startpunkt erreicht.



Nach einem kurzen Stück am Langen Trödel ging es wieder in ein Waldstück. Bis zur Ortschaft Zerpenschleuse ging es wieder viele Kilometer durch einen Wald, ohne den Finowkanal zu sehen. Es war jedoch ein sehr gut ausgebauter Radweg.
In Zerpenschleuse angekommen, war ich von der Ortschaft, der Stille und der Nähe zum Kanal beeindruckt. Der Finowkanal, also der „Lange Trödel“ ging schnurgerade durch den Ort. Während ich auf der Straße fuhr, befand sich auf meiner linken Seite der Kanal und gleich auf der rechten Straßenseite die Häuser. Kanal und Häuser waren vielleicht zehn Meter voneinander getrennt. Die Bewohner brauchen sich nie gedankenmachen über Hochwasser machen müssen, wo soll es auch herkommen.
Der Lange Trödel liegt ruhig im Schatten der Bäume. Die Wasservögel genossen die Ruhe und die Anwohner haben sich schöne Dekorationen am Kanal einfallen lassen.



Am Ende des Ortes Zerpenschleuse, befindet sich die Schleuse „Zerpenschleuse“. Mit der Schleuse endet auch der Lange Trödel und der Finowkanal beginnt. Bevor er jedoch beginnt, kreuzen sich der Lange Trödel bzw. der Finowkanal und der Oder-Havel-Kanal. Nur wenige hundert Meter weiter kommt die Ruhlsdorfer Schleuse, die erste Schleuse auf der Strecke des alten Finowkanals.



Meine Tour führte nun weiter entlang des Finowkanals. Anstatt jedoch den ausgeschilderten Radweg zu nutzen, ging es den vorhandenen Weg weiter bis ich an einer Brücke ankam. Vor dieser habe ich zunächst gehalten und mir den Weg angesehen, denn es sah auf dem ersten Blick etwas eng aus für mich und meinem Fahrrad. Aber alles gut, es war nur die Ecke der darüber führenden Brücke. So setzte ich meine Tour weiter fort in Richtung Grafenbrücker Schleuse.
Kurz vor der Grafenbrücker Schleuse befand sich der „Schleusengraf“, ein Imbiss, bei dem man sehr gut essen kann. Da die Mittagszeit bereits ran war und ich schon etwas Hunger hatte, machte ich dort meine Mittagspause. Schon bei meiner Tour 2017 machte ich hier halt. Ich gönnte mit zwei Grillsteaks mit Barbecue Sauce und Kartoffelsalat und einen großen Apfelsaft. Ich trinke gern Apfelsaft auf solchen Touren.
Nachdem ich meine Pause beendet hatte, ging es zunächst über die Grafenbrücker Schleuse noch einmal zu Oder-Havel-Kanal, zum sogenannten Pechsteiner Sicherheitstor. Das Hubtor dient der Sicherheit der Anwohner, in den tiefergelegenen Ortschaften.  Ein paar Kilometer weiter befindet sich die Hebeanlage Meckersee, beides dient dazu den Oder-Havel-Kanal schnell leer zu pumpen. Die Hebeanlage besuchte ich 2019 auf einer Tour.
Durch den Wald ging es bis nach Finowfurt. In der Umfahrung des Finowkanal kreuze auch die Finow, der eigentlich kleine Fluss der den Kanal seinen Namen gab.
In Finowfurt angekommen, führte meine Tour ab hier nun nur noch direkt am Finowkanal, seinen Schleusen und an seiner Industriegeschichte entlang. Den Wasserturm in der Messingwerksiedlung musste ich an diesem Tag auslassen, der ist nur an Wochenenden geöffnet. Den Turm sehe ich mir im zweiten Teil meiner Oder-Havel-Radwegtour an, den Tourtag leg ich mir auf ein Wochenende.
Meinen nächsten kurzen Stopp machte ich an der alten Papierfabrik, dort nachte ich ein paar Fotos und dann ging es auch schon wieder weiter.



Nur wenige Meter von der Papierfabrik entfernt gibt es eine Hubbrücke. Bei meiner Ankunft an der Brücke hatte ich das erste Mal Glück, sie war gerade oben und die Straße gesperrt. Sofort holte ich die Kamera raus und machte ein paar Bilder, denn ich wollte das durchfahrende Boot noch unterhalb der Brücke erwischen, was mir auch gelang.



Meine Fahrt führte vorbei am Familiengarten Eberswalde und mein Tagesziel war wenig später erreicht.
Ich verließ den Radweg des Finowkanal und fuhr zum Eberswalder Bahnhof, von wo aus ich nach Schwedt zurückwollte. Ich kaufte mir meine Fahrkarten für mich und meinem Fahrrad und ging zu meinem Bahnsteig. Auf der Anzeige wurde ein Zug in Richtung Prenzlau sowie die Folgezüge angezeigt, nur mein Zug war dort nicht angezeigt. Auf Nachfrage bei einem Bahnmitarbeiter teilte dieser mir mit, dass in Pinnow ein Zug aus den Gleisen gesprungen ist und die Züge nach Schwedt ausfallen, ich müsste mit dem Bus fahren. Da inzwischen der Zug nach Prenzlau weg war, musste ich fast eine Stunde auf den nächsten Zug mit Richtung Angermünde warten. Da man mit dem Fahrrad nur in wenigen Fällen mit dem Bus mitfahren kann, musste ich mir etwas einfallen lassen. Mir blieben nur zwei Möglichkeiten, mit dem Zug bis Angermünde und von dort aus mit dem Fahrrad nach Schwedt oder es holt mich dort jemand ab, der mein Fahrrad mitnehmen kann. Da ich dienstags Dienst bei der Feuerwehr habe und ich dort eigentlich teilnehmen wollte, musste mich jemand abholen. So rief ich einen Kameraden an, der auch einen großen Anhänger hat und bat ihn darum mich doch in Angermünde abzuholen. Er stimmte umgehend zu und wir trafen uns gegen 17:30 Uhr am Bahnhof Angermünde. Wir verpackten mein Fahrrad auf seinem Anhänger, machten es mit Spannbändern fest und fuhren nach Schwedt und damit endete auch meine Tour auf dem Oder-Havel-Radweg Teil eins. Den zweiten Teil mache ich an einem Samstag oder Sonntag im August.

Publiziert am: Samstag, 12. Dezember 2020 (355 mal gelesen)
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