Enrico Rahn - Fotografie

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Vorbereitung: Radreise Spremberg-Schwedt - 29. Juni - 1. Juli 2020

Vom 29. Juni bis 1. Juli 2020 unternahm ich meine erste mehrtägige Radreise mit Zelten und was noch so dazu gehört.
Nachdem ich 2017 und 2019 schon je eine Tour gemacht habe, jedoch ohne Zelt und wenig Gepäck, da ich bei meinen Großeltern schlafen konnte, habe ich mich dazu entschieden 2020 meine erste Radreise mit dem Zelt zu unternehmen.
Mein ursprüngliches Vorhaben, mit dem Zelt an die Ostsee zu reisen, fiel Aufgrund des Coronavirus aus. Mecklenburg-Vorpommern hatte sich mit spontanen Tagesbesuchern schwergetan, somit beschränkte ich mich auf mein Bundesland, auf Brandenburg.

Im Frühjahr begann ich mit meiner Planung, meine Reise sollte entlang des Oder-Neiße-Radweges gehen und in der Lausitz beginnen. Ich fing an mir YouTube Videos von Radreisen in Deutschland anzusehen. In den zahlreichen Videos schaute ich mir an was ich so brauchen würde. Natürlich hat jeder so seine eigenen Vorlieben, der eine Koch lieber mit Gas, der andere mit Petroleum, der eine mag ein kleines Zelt, der andere ein größeres und so weiter. Ich machte mir beim ansehen der Videos Notizen, sah mir Testberichte an und belass mich im Internet. So kaufte ich mir dann nach und nach meine Fahrradtaschen, meinen Gaskocher und viele weiter nützliche, für den anderen vielleicht auch unnützliche, Dinge. Aber wie bereits geschrieben, jeder hat andere Vorlieben bzw. Vorstellungen.
Anfang Juni hatte ich alles zusammen was ich benötige und meine Tour war geplant, es musste nur noch losgehen. Ich packte weit vorher meine Taschen, brachte sie ans Fahrrad an um zu testen was ich eventuell noch ändern müsste und wie das Fahrverhalten ist und schleppte sie anschließend wieder in die Wohnung. Am Tag der Abreise habe ich mich kurzfristig noch dazu entschieden, einige Dinge wegzulassen oder umzupacken, somit habe ich es dann noch geschafft meine beiden Taschen am Vorderrad einzusparen, was teilweise zu lasten der hinteren Taschen ging und ich nur ein Gewicht von etwa 3-4 Kilogramm gespart habe. Es war also nur eine geringfügige Ersparnis.
Der Tag der Abreise stand an. Am Tag zuvor habe ich mein Fahrrad beladen und alles verstaut, anschließend habe ich das Fahrrad bei meiner Schwiegermutter abgestellt.

Tag 1
Um kurz nach vier Uhr klingelte mein Wecker. Waschen, anziehen, Kaffee machen, Fahrrad schnappen und los ging die Reise. Meine Fahrt führte mich zu nächst zu einer Tankstelle in der Nähe, dort kaufte ich mir zwei Donats für die Zugfahrt, gefrühstückt wurde im Berliner Hauptbahnhof, ich hatte dort eine gute Stunde Zeit bis von dort mein Zug nach Cottbus fuhr. In Cottbus angekommen, stand mein Zug nach Spremberg gleich am Gleis gegenüber was den Transport des Fahrrades natürlich sehr einfach machte, raus aus dem Zug raus und gleich wieder rein.



Ankunft in Spremberg und schon gab es das erste, kleine Problemchen, ich konnte meine Tour bei Komoot nicht starten, ich musste die Region erst freischalten, was mir ein paar Euro gekostet hat. Zum Glück ging das via PayPal problemlos und ich konnte meine Reise starten.
Ich verließ das Bahnhofsgelände und es ging auch gleich bergab, aber wenn es bergab geht, geht es auch irgendwann wieder bergauf. Das sollte nicht lange auf sich warten lassen. Die ersten Meter fuhr ich den Berg hinauf, stieg dann aber ab und schob den Rest. Oben angekommen ging es endlich weiter und mein erster Zwischenhalt war nicht weit weg, ein Aussichtsturm bei Spremberg, von dem man auch meinen zweiten Zwischenhalt bereits sehen konnte, die Talsperre Spremberg.



Entlang des Spremberger See ging es in Richtung Talsperre, leider war es mir nicht gegönnt unmittelbar an die Talsperre heranzukommen, ein Zaun um das Betriebsgelände hinderte mich daran.

 

So setzte ich meine Fahrt fort zum Tagebau Jenschwalde. Der Weg dorthin war mühsam. Durch eine kilometerweite Umleitung des Neißeradweges, die auch über mehrere Kilometer auf der Bundesstraße 112 langführte und bei dem Verkehrsaufkommen für Radfahrer eine Zumutung war, kam ich dann am Tagebau an, wobei mir zunächst der Weg durch eine Federviehfamilie versperrt wurde. Ich ließ die Familie den Weg entlang laufen und machte ein paar Fotos. Am Tagebau gab es einen Aussichtspunkt, der einem einen schönen Überblick über dieses riesige Tagebaugelände, in Sichtweite des Braunkohlekraftwerks Jenschwalde, gab. Nach ein paar Bildern ging es weiter, wieder zurück an die Neiße, nächstes Ziel, mein Zeltplatz.



Entlang der Neiße gab es immer wieder Brückenruinen zu sehen, die während des zweiten Weltkrieges zerstört wurden und so noch heute dastehen. Eine Brücke versuchte man wohl auch zu sprengen, dieses ging scheinbar jedoch schief. Die Brück hielt. Es war kein Brückengeländer vorhanden und es gab auch keinerlei Absperrungen, aber eine Metalltreppe führte auf diese Brück. So ließ ich mein Fahrrad stehen, schnappte mir die Kamera und bestieg die Brück. Die Neiße ist ein recht schmaler Fluss, im vergleich zur Oder, so auch an dieser Stelle und so waren es nur wenige Meter und ich stand in Polen. Ich machte von der Brücke und der Umgebung ein paar Fotos und fuhr weiter.



Kurz vor Ankunft am Zeltplatz, rief ich den Betreiber an und fragte ihn nach Möglichkeiten zum Einkaufen. In einem Dorf nahe des Zeltplatzes gab es einen Dorfkonsum, den fuhr ich an und kaufte mir dort ein Bier, Grillfleisch, ein paar Snacks und ein Radler, was ich noch vor dem Konsum austrank.
Ankunft am Zeltplatz „Deulowitzer See“. Angemeldet, Gebühr bezahlt und Platz für das Zelt ausgesucht. Nach einigen hin und her habe ich dann einen Platz gefunden und mein Zelt aufgebaut. Anschließend ging es unter die Dusche und ich fing an mein Abendessen vorzubereiten, leider kam dann ein kurzes aber recht kräftiges Gewitter durch. Was auch gleich ein Test für das neue Zelt war. Während des Gewitters stand ich unter einem Holzpavillon und unterhielt mich dort mit einer jungen Frau und ihrer Tante. Die beiden waren auch Radreisende und ihr Ziel war die Insel Usedom. Gestartet sind die beiden in Zittau. Für ihre Tour haben sich die beiden zwei Wochen Zeit gegeben, setzten sich also nicht unter druck. Die Tante war bereits erfahren in Sachen Radreisen, was man auch an der Tourplanung und der Ausrüstung bemerkte. An dieser Stelle schöne Grüße an die Beiden.
Als das Gewitter durch war und die Bäume etwas abgetrocknet waren, machte ich mein Einweggrill, welchen ich bereits von zu Hause mitnahm, an und grillte mein Fleisch. Nach dem Essen, pünktlich zum Sonnenuntergang, ging ich an den, nur wenige Meter entfernten, See um ein paar Fotos zu machen. Durch das Gewitter und den warmen Regen, lag ein Nebelschleier über dem See und ich versuchte diesen in meinen Fotos festzuhalten. Mein Glück war, dass nach dem Gewitter, der Himmel auch gleich wieder wolkenfrei war. Nachdem ich meine Bilder gemacht habe, bereitete ich mich auf meine Nacht vor. Auf einer Karte und in der Komoot-App sah ich mir noch die Tour des nächsten Tages genauer an und legte mich dann schlafen. Ich hatte am Ende des Tages eine Tour von 85 Kilometern hinter mir.



Tag 2
Der zweite Tag meiner Reise begann zunächst mit einer Tasse Kaffee, bevor ich mein Zelt und alles andere zusammenpackte. Auf dem Weg zum Ausgang des Zeltplatzes machte ich noch Halt an den Sanitäranlagen, denn die Hygiene kommt auch bei solch eine Reise nicht zu kurz. Ich übergab anschließend den Schlüssel und fotografierte mein Fahrrad vor dem Zeltplatz.



Mit einem kurzen Zwischenstopp für eine Frühstückspause in Guben ging es weiter der Neiße entlang nach Ratzdorf zur Mündung der Neiße in die Oder. Die Oder führte zum Zeitpunkt meiner Reise etwas Hochwasser, was bei der Ankunft am Pegel Ratzdorf eindeutig zu erkennen war. Der Pegel war höher als sonst, die Strömung nicht gerade wenig und das Ufer nicht begehbar.



Es war bereits Mittagszeit als ich am Pegel Ratzdorf ankam und ich bekam langsam Hunger. Nur wenige Meter vom Pegel entfernt befand sich ein Imbiss wo ich mir zwei Wiener mit Kartoffelsalat und ein Glas Apfelsaft gegönnt habe.
Nur kurz nachdem ich mich nieder gelassen habe, kam eine Familie an die dort ebenfalls Rast machte. Es war eine Familie mit Mutter und Vater mit zwei Kindern und einem Hund und Oma und Opa dazu. Der ältere der beiden Kinder, sechs Jahre, fuhr ein kleines Fahrrad, seiner Größe entsprechend, bepackt mit zwei Taschen. Das kleinere Kind, etwa drei, befand sich im Fahrradanhänger bei Papa. Wir kamen kurz ins Gespräch und die Mutter erzählte mir, dass der Größere der beiden seit seinem dritten Lebensjahr solche Reisen allein auf dem Fahrrad fährt. Sie fahren am Tag etwas um die 60 Kilometer, je nachdem wie die Zeltplätze liegen. Sie sind in Forst gestartet und ihr Endziel war Schwedt. Das solch ein Zwerg solche Touren mit dem Fahrrad selber fährt, finde ich schon beachtlich. Ich fragte seine Mutter ob ich von seinem Fahrrad noch ein Foto machen darf und setzte meine Tour nun an der Oder fort, mein nächster Stopp sollte Neuzelle sein.



Auf dem Deich entlang der Oder ging es weiter. Der Gegenwind wurde immer stärker und es wurde zwischendurch ein echter Kraftakt. Als ich auf Höhe Neuzelle ankam verließ ich die Oder, denn wenn ich schon mal in einer Stadt bin, die ein bekanntes Bier hat, dann möchte ich dort euch eins trinken. So fuhr ich weiter Richtung Neuzelle mit noch mehr Gegenwind. Eine Männergruppe mit Rennrädern überholte mich, sie waren leicht und ohne Gepäck. Der letzte der Gruppe rief mir beim Überholen noch zu „Respekt“. Er sah wie ich mit meinem bepacktem Fahrrad gegen den Wind ankämpfte. Am Kloster Neuzelle angekommen machte ich zunächst ein paar Bilder und setzte mich dann in einen Biergarten und genoss ein Neuzeller Schwarzbier.



Weiter ging es zurück auf den Deich und der Wind auf dem Deich wurde noch nicht weniger. So entschied ich mich, einen früher Zeltplatz anzufahren, ich fuhr kurz vor Frankfurt zum Helenesee. Da der Helenesee bei Jugendlichen für Partys bekannt ist, bat ich bei der Anmeldung um einen Platz im Bereich des Familienplatzes, welchen ich auch bekam. Ich suchte mir einen Platz zwischen den Zelten, baute mein Zelt auf und ging unter die Dusche. Bei einem älteren Pärchen, das mit ihren Enkelkindern auf dem Platz war, fragte ich ob ich dort meine Powerbanks aufladen darf, ich würde sie mir später wieder abholen.
Während ich mir auf meinem Gaskocher mein Abendessen machte, Linsen mit Wiener, kam aus dem Zelt nebenan ein junges Mädel mit ihrer Mutter. Die beiden liefen an meinem Zelt vorbei. Wenige Meter weiter stoppte das Mädel, drehte sich um, sah dass ich alleine war und kam ein Stück zurück und sagte zu mir „Du weißt aber schon dass das hier der Zeltplatz für Familien ist und du bist alleine.“ Ich musste kurz schmunzeln, ebenso wie ihre Mutter und dann erklärte ich ihr, das ich nicht zwischen den ganzen Jugendlichen sein wollte. Sie gab sich mit meiner Antwort zu frieden und ging mit ihrer Mutter weiter. Am späten Abend, nachdem die beiden wieder zurück waren kamen wir ins Gespräch. Die beiden kamen aus Berlin Mitte und die Kleine war ein sehr lebhaftes aber nettes acht Jährigen Mädchen mit einer Katze. Wir unterhielten uns über unsere Katzen und zeigten uns gegenseitig Fotos von unseren Stubentigern. Natürlich kam ich auch mit der Mutter ins Gespräch. Den Papa der Kleinen lernte sie in Australien kennen und da Australien mein Lieblingskontinent ist, gab es auch da eine Gesprächsebene. Wir unterhielten uns eine ganze weile bevor ich mich dann für die Nacht verabschiedete und fertig machte. Dem Mädel gab ich noch meine angefangene Tüte Gummibärchen und dann verabschiedete ich mich zur Nacht. Die kleine Plapperschnute war noch eine ganze weile aus den Nachbarzelt zu hören, bis ich dann eingeschlafen bin. Auch an dieser Stelle, einen schönen Gruß an diese Beiden.



Tag 3
Nachdem ich alles zusammen gepackt habe ging meine Reise weiter, erstes Ziel war es in Frankfurt einen Bäcker in der Nähe der Oder zu finden. Leider habe ich keinen finden können und so fuhr ich zunächst weiter. Nachdem ich Frankfurt verlassen habe, fand ich eine Milchtankstelle. Hier machte ich nun meine kurze Frühstückpause. Ich zapfte mir aus dem Automaten eine frische Milch, holte aus meiner Tasche einen Snack, den ich immer zur Reserve dabei habe, heraus. Als ich den Liter Milch getrunken hatte, ging meine Tour weiter Richtung Lebus. Kurz hinter dem Ortseingang befand sich ein Supermarkt mit einem Bäcker. In dem Markt holte ich mir etwas zu Trinken und füllte meine Reserven in der Tasche wieder auf. Beim Bäcker holte ich mir noch ein belegtes Brötchen.



Ich setzte mich wieder auf mein Fahrrad und stellte nach nur wenigen Metern fest, am Hinterreifen fehlt Luft. Ich kontrollierte den Reifen und habe Luft aufgepumpte und weiter ging meine Fahrt zunächst, bis ich wieder an der Oder war. Dort pumpte ich nochmals Luft nach die aber nicht lange anhielt. Mein Problem, ich hatte keine Lust den Schlauch zu flicken oder zu tauschen, einen Ersatz hatte ich dabei. Dann fiel mir ein, dass ich ja noch ein Pannenspray dabeihabe, was ich auch ohne Radreise immer in meiner Tasche ist, und versuchte mein Reifen damit zu reparieren, bis ich in eine Fahrradwerkstatt komme. Ich setzte meine Fahrt fort und die Luft blieb im Reifen bzw. verlor Diese nur sehr sehr langsam. Während meiner weiteren Tour setzte nun auch noch der Regen ein. Unter einem Baum machte ich ein kurzes Päuschen und verpackte ein paar Dinge wetterfester ein und zog meinen Regenschutz über. Ich versuchte nochmals Luft nach zu pumpen und da hielt ein Pärchen an und bat mir ihre Hilfe an. Wir sind an diesem Vormittag schon mehrfach gegenseitig an uns vorbeigefahren. Anschließend setzten wir unsere Reise gemeinsam fort. Er war ebenfalls Feuerwehrmann und so hatten wir schon mal ein Gesprächsthema. Gemeinsam ging es bei leichtem Regenwetter bis nach Küstrin-Kietz, wo wir uns dann trennten, die beiden wollten auf die polnische Seite sich etwas anschauen und ich meine Tour weiter fortsetzten. Schöne Grüße auch an diese Beiden.



Eigentlich währe mein Zeltplatz nun nicht mehr weit, aber ich wollte nicht schon um fast 14 Uhr meinen Tag beenden. Im Internet suchte ich mir einen weiteren Zeltplatz und diesen steuerte ich an, zumindest versuchte ich das.
Mein Tour ging weiter am Deich entlang zu dem Dorf, wo eigentlich der Zeltplatz sein sollte. Ich suchte in dem ganzen Ort nach diesem Zeltplatz und habe auch Bürger gefragt, aber ich konnte ihn nicht finden. Mein Pech bei der Suche, ich hatte auch schon seit etlichen Kilometern kein Telefon- und Internetempfang mehr und konnte so den Platz auch nicht raussuchen und anrufen. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr weiter zu suchen und es ging wieder zurück auf den Deich weiter Richtung Heimat.
Langsam bekam ich dann aber auch Hunger, Mittag gab es nicht und meine Reserven wollte ich auch noch angreifen, wer weiß was mich dieser Tag noch bring. So fuhr ich weiter auf dem Deich und kam dann an einem Restaurant, was unmittelbar am Deich war. Dort machte ich Halt und bestellte mir ein Bauernfrühstück, eine Latte Macchiato und eine Flasche Wasser für meine weitere Reise.



Nach dem leckeren Bauernfrühstück setzte ich meine Reise fort, immer noch ohne Internet und somit ohne Zeltplatz. Es dauerte noch lange bis ich endlich wieder Netz hatte und so lange fuhr ich weiter. Hohenwutzen kam dichter, somit auch meine Heimat. In Hohenwutzen konnte ich meine Getränke in einem Shop auffüllen. Ich spielte immer mehr mit dem Gedanken bis nach Hause durchzufahren, den nachdem ich endlich wieder Internet hatte, konnte ich nach Zeltplätzen Ausschau halten, aber es gab keinen Zeltplatz mehr der für mich Sinn machen würde.
Bereits vor meiner Reise bot mir ein Kollege an, das ich auf den letzten Kilometer auch bei ihm in Oderberg im Garten unter kommen könnte. Langsam fing ich an mit diesen Gedanken zu spielen und ihn anzurufen. Ich fuhr jedoch weiter bis Hohensaaten und habe während dessen überlegt und kam zu dem Entschluss, ich fahr weiter bis nach Hause.
Ich hatte einfach mehrere Gründe für diese Entscheidung. Wenn ich in Hohensaaten bin, sind es vor dort aus sechs Kilometer bis Oderberg und 26 Kilometer bis nach Hause. Ich habe in Hohensaaten dann schon fast 120 Kilometer in den Beinen, da würden diese 26 Kilometer bis nach Hause nun auch nicht groß was ändern. Im weiteren hatte ich vor, das Heimatmuseum Hohensaaten zu besuchen, dort konnte ich aber bis dato noch niemanden erreichen, somit war auch nicht klar ob ich dort am nächsten Tag das Glück habe jemanden zu erreichen. Im weiteren wollte ich auch das Café Goldrand in Lunow besuchen. Mit dem Betreiber hatte ich im Vorfeld schon geschrieben und er gab mir den Tipp mit dem Museum in Hohensaaten, als Dankeschön wollte ich mal bei ihm auf einen Kaffee vorbeikommen.
Mit dem Ziel vor Augen, meine Frau, meine Tochter und unsere Katze wieder in die Arme nehmen zu können, fuhr ich weiter Richtung Heimat. Als ich an der Schleusenanlage Hohensaaten ankam, machte ich ein Foto von der Westschleuse und schickte es meinen Mädels mit der Anmerkung dass ich nach Hause komme und gegen etwa 20:30 Uhr ankommen werde.
Entlang an der Oder ging es bis zum Aussichtsturm Stützkow wo ich noch einmal eine kurze Pause machte. Weiter Richtung Stützkow und dann auf den Deich der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße fuhr ich weiter nach Schwedt. Am Ortseingang Schwedt wollte ich noch ein Foto machen, mit mir, meinem Fahrrad und dem Ortseingangsschild im Hintergrund. Mein Glück, eine radreisende Familie kam gerade und wir kamen noch kurz ins Gespräch. Einer der Söhne machte dann mein gewünschtes Foto bevor ich die letzten zwei Kilometer bis nach Hause fuhr. Mein Frau und meine Tochter nahmen mich vor der Haustür in empfang und halfen mir dabei meine Taschen und sämtliches Zubehör hoch in die Wohnung zu tragen.



Nach einer Dusche legte ich mich auf das Sofa und habe von meiner Reise erzählt.
Mit meiner ersten Radreise über mehre Tage war ich weitestgehend zu frieden, dass einzige Manko war eben die schlechte Zeltplatzauslegung in der Region zwischen Frankfurt und Schwedt.
Die Besuche beim Heimatmuseum Hohensaaten und dem Café Goldrand hole ich nach.

Publiziert am: Samstag, 12. Dezember 2020 (387 mal gelesen)
Copyright © by Enrico Rahn

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