Enrico Rahn - Fotografie

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Vorbereitung Fik 2019

Aufgewachsen am Finowkanal, zieht er mich immer wieder an. Bereits vor zwei Jahren machte ich dort eine Tour und besichtigte ich die zwölf Schleusen zwischen Zerpenschleuse und Liepe.

Am 21. und 22. Juli 2019 machte ich eine Radtour von meiner ehemaligen Heimat in meine jetzige Heimat. Nachdem ich bereits 2017 die Schleusen besichtigte, wollte ich dieses Mal ein wenig Industriegeschichte besichtigen.

Mein Tourbericht, Tag 1
Meine Tour startete zunächst am Bahnhof Schwedt, von dort ging es mit dem Zug nach Britz. In Britz verließ ich den Zug und fuhr entlang des Bahndamms zur Eisenbahnunterführung des Oder-Havel-Kanal. Hier überquert der Oder-Havel-Kanal die Eisenbahnstrecke Berlin-Stralsund.
Weiter ging es auf dem Damm des Kanals zur Hebeanlage Meckersee. Die Heberanlage Meckersee dient als Notablass des Wassers des Oder-Havel-Kanal zwischen den beiden Sicherheitstoren Pechstein und Eberswalde. Das Wasser wird über einen Graben in den Meckersee abgelassen. Wenn der Meckersee voll ist, läuft das Wasser weiter ab und mündet in den Finowkanal.



Durch mehrere Gartensparten setzte ich meine Fahrt weiter Richtung Finowfurt, den eigentlichen Startpunkt meiner Finowkanaltour. Im Bereich der Schleuse Schöpfurth machte ich ein paar Aufnahmen und eine kurze Pause, bevor es auf der Promenade des Finowkanal der Industriegeschichte entgegen ging.



Während ich zur Messingwerk -Siedlung fuhr, stoppte ich für das eine und andere Foto. Mein erstes Ziel war der Messingwerk-Hafen und die über der Zufahrt zum Hafen führende Teufelsbrücke. Aus verschiedenen Perspektiven machte ich Fotos vom Hafen und der Brücke, die jahrzehntelang schon nicht mehr nutzbar ist, aber dennoch ansehnlich.



Vom Hafen ging es weiter in die Siedlung und den dort befindlichen Wasserturm. Auf meinen Weg zum Wasserturm quer durch die Messingwerk-Siedlung machten ich Aufnahmen von den Häusern. Der Wasserturm ist seit seiner Sanierung wieder begehbar, jedoch kam ich außerhalb der Öffnungszeiten und konnte somit nur Bilder von außen machen.



Zurück auf der Promenade des Finowkanal ging meine Fahrt weiter dem Stadtteil Kupferhammer entgegen, vorbei an der Schleuse Heegermühle, dem ehemaligen Kraftwerk Heegermühle und der Schleuse Wolfswinkel zur ehemaligen Papierfabrik. Da sich die Papierfabrik jedoch auf der anderen Uferseite befand, macht ich nur Fotos von meiner Seite aus und hatte somit nur die Teile der Fabrik die wasserseitig gelegen haben.



Zur Borsighalle ging es kurz über die Hubbrücke am Familiengarten, der sich auf dem Gelände der ehemaligen Eisenspalterei befindet. Zu meinem Glück fehlten mehrere Meter Bauzaun zur Borsighalle, was mir den Weg in die ehemalige Halle sehr einfach machte. Eins war für mich von vornherein klar, findet sich keine Lücke, um ungehindert auf die Gelände zu kommen, gibt es keine waghalsigen Aktionen, dann gibt es nur Fotos von außerhalb.



Vorbei an den Schleusen Drahthammer und Kupferhammer ging es zum ehemaligen Waggonfahrstuhl. Da dieser etwas abseits vom Finowkanal liegt, musste ich die Promenade verlassen und mich mit dem vollgepackten Fahrrad zunächst eine kleine Bergstraße hochkämpfen. Beim Fahrstuhl angekommen, musste ich leider feststellen, dass dort kein vernünftiges Rankommen ist. So konnte ich nur ein paar Bilder mit der Kamera über den Zaun machen und zurück zum Kanal fahren.



So langsam überkam mich der Hunger, ich war bereits gut sechs Stunden wach und hatte nur einen kleinen Snack zu mir genommen. So ich setzte meine Fahrt Richtung Eberswalder Stadtzentrum fort. An der kleinen Kanu-Anlegestelle nahe der Eberswalder Schleuse, fragte ich eine ältere Dame nach einem Imbisse oder ähnliches. Mein Tag eins war ein Sonntag. Sie gab mir den Tipp den Privatbäcker Weiss aufzusuchen. Nach einem Milchkaffee und ein leckeres belegtes Brötchen ging es weiter in den Stadtpark durch dem die Schwärze fließt. Von einer kleinen Brücke machte ich einige Langzeitaufnahmen und fuhr weiter zu meinem letzten Punkt der Industriegeschichte, die Badeanstalt.



Angekommen an der Badeanstalt, weckten sie für mich Erinnerungen, den diese Anlage kenn ich noch aus meinen Kindheitstagen. Gut einen Kilometer war sie von meinem damaligen Zuhause entfernt und sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad gut zu erreichen. Ich war bis zu meinem 13. Lebensjahr jeden Sommer dort Stammgast. Die Badeanstalt wurde kurz nach der Wende geschlossen. Es gab dort zwei groß Becken, eins für Nichtschwimmer und eins für Schwimmer. Das Schwimmerbecken hatte gleich am Eingangsbereich des Bades einen fünf Meter hohen Sprungturm. Von dort aus konnte man von zwei Sprungbrettern aus drei Meter ins Wasser springen sowie von einem fünf Meter Podest. Zu meinem Pech, die Anlage war an diesem Tag verschlossen. Sie wird jedoch bereits wiederverwendet, ein Investor baut hier eine Marina, ich wünsche ihm dabei viel Erfolg, denn die Anlage hat es verdient weitergenutzt zu werden.
Eines war mir bis dahin jedoch neu, auf einer Infotafel vor der Badeanstalt stand, dass es auf dem Gelände in den 1930er Jahren eine Rundfunkversuchsanstalt gegeben het.



Mit der Badeanstalt habe ich das Ende meiner Industriegeschichten-Tour erreicht und ich schwenkte um zu das was mich rechts und links vom Finowkanal interessierte und somit ging meine Fahrt weiter in Richtung Niederfinow vorbei an der Ragöser, Stecher und Lieper Schleuse zum Schiffshebewerk Niederfinow. In der Nähe des Hebewerkes gab es eine Treppenschleuse aus vier Schleusen. Die Schleuse eins, oberste Schleuse, habe ich mir schon vor ein paar Jahren angesehen, die Schleusen drei und vier existieren leider nicht mehr, sie mussten für einen Hebewerksneubau weichen. Mein Ziel war es, die Zwischenhaltung der Schleusen eins und zwei mir einmal anzusehen. Leider fand ich auch bei meinem zweiten Anlauf keinen Weg dorthin und somit brach ich diese Aktion ab und fuhr zurück zum Hebewerk um dort eine Mittagspause einzulegen.
Nach dem Essen ging es dem Tagesziel, meine Großeltern, durch die Lieper Wiesen entgegen. Nach neun Stunden Fahrradtour, schneller als erwartet, und 51 Kilometern habe ich das Tagesziel erreicht. Nach dem Duschen ging es zum gemütlichen Teil des Tages über, beim Kaffeetrinken die ersten Fotos auswerten und Oma und Opa erzählen.



Mein Tourbericht, Tag 2
Kurz vor sieben Uhr war aufstehen angesagt, meine Oma bereitete bereits das Frühstück vor. Also ins Bad waschen, dann anziehen, dann Kaffee und Frühstück bevor es kurz vor acht Uhr weiterging mit meiner Reise in Richtung Heimat. In den Lieper Wiesen machte ich die ersten Fotos, bevor es zunächst weiter ging Richtung Bralitz und dann nach Oderberg. Anschließend setzte ich meine Fahrt durch unspektakuläres Gelände weiter nach Hohensaaten fort. An der dortigen Schleusenanlage beobachtete ich eine Schleusung in die Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße. Fotos machte ich nicht, ich war ein Jahr zuvor nur deswegen nach Hohensaaten geradelt.
Zwischen der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße (HoFriWa) und der Oder fuhr ich weiter, zunächst auf dem Damm der Oder, später wechselte ich auf den Damm der HoFriWa.
Gegen 10:30 Uhr war ich in Stolpe angekommen und verließ zunächst den Damm und fuhr in den Ort. Auf dem Gelände eines ehemaligen Betonwerkes gibt es ein Fahrradcafe welches ich bereits ein Jahr zuvor gefunden habe und ich es auf meinen Tourplan setzte. Bei Fuchs und Hase kann man, am Wasser der HoFriWa gelegen, lecker Essen in einer angenehmen und ruhigen Atmosphäre. Bei einer Tasse Kaffee, einer Cola und ein Würstchen mit Kartoffelsalat beobachtete ich die vorbeifahrenden Boote und hielt ein Plauschen mit dem Besitzer des Fahrradcafe.
Ganz entspannt ging meine Tour weiter in Richtung Heimat. An der Gablung bei Stützkow stand ich vor der Wahl, zum Aussichtsturm oder weiter Richtung Heimat. Den Turm hob ich mir für später auf, ich fuhr weiter und näherte mich Schwedt. Unterwegs stoppte ich hin und wieder für ein Foto, so auch bei Criewen. Dort fotografierte ich den Kanal hoch, denn da gab es gerade viel Schiffsbewegung.



Nur noch wenige Kilometer und ich bin daheim. Da ich in diesen Bereich viel unterwegs bin, machte ich keine Bilder mehr und fuhr auf direktem Wege nach Hause. Dort angekommen, standen für Tag zwei 51,4 Kilometer auf dem Tacho. Somit hatte ich auf meiner Zweitagetour etwas über 102 Kilometer hinter mich gebracht.
Wenige Tage zu Hause, kamen mir schon Ideen für meine Tour im nächsten Jahr, es könnte Richtung Ostsee gehen oder die Oder Richtung Süden abfahren oder ganz wo anders hin…

Publiziert am: Samstag, 12. Dezember 2020 (392 mal gelesen)
Copyright © by Enrico Rahn

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