Enrico Rahn - Fotografie

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Vorbereitung Fik 2017

Geboren in Eberswalde am historischen Finowkanal, zieht mich der Finowkanal immer wieder an. Sein Verlauf geht durch viel Natur rechts und links des Kanals.
Nach meinen zunehmenden Fahrten durch den Nationalpark Unteres Odertal wollte ich einmal etwas anderes probieren und überlegte. Meine Geburtsstadt ist Eberswalde, die Stadt am Finowkanal. Meine Großeltern wohnten im Liepe, etwa 10 Kilometer von Eberswalde entfernt und der Finowkanal endet dort. Was liegt also näher als den Finowkanal entlang zu fahren. Damit war mein vorhaben besiegelt.

Ich beschäftige mich mit dem Kanal und habe mir eine Route herausgesucht. Bei meinen Vorbereitungen stellte ich fest, der Finowkanal hat auf meiner Route 12 Schleusen die am Ende ideal wären für einen Kalender. Somit holte ich mir eine Genehmigung von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Eberswalde zum betreten und fotografieren der Schleusen.
Ausgangspunkt meiner Reise war der Ort Zerpenschleuse, mein Ziel war Schwedt. Da diese Strecke für mich als Radreiseneuling nicht an einem Tag zu schaffen ist, war mir vorher schon klar, zumal ich nicht einschätzen konnte, wie lange ich pro Tag unterwegs sein würde. So plante ich eine Übernachtung bei meinen Großeltern ein, was auf etwa der Hälfe der Strecke ist.
Meine Reisevorbereitungen waren abgeschlossen, die Reise konnte starten.
Am 20. August 2017 ging es mit dem ersten Zug aus Schwedt in Richtung Britz. In Britz angekommen, fuhr ich entlang der Gleise weiter Richtung Eberswalde um den Oder-Havel-Kanal an der Eisenbahnunterführung zu erreichen. Mein SunSurveyer-App verriet mir, das ich dort, über den Kanal, den Sonnenaufgang einfangen kann. Zu meinem Glück kam noch hinzu, dass über dem Kanal leichter Nebel schwebte und ein Motorschiff vorbei kam. Damit hatte ich schon einmal einen guten Start für meine erste längere Tour. Ich war zuversichtlich, die geplanten Tage müssen gut verlaufen.



Nachdem ich meine ersten Fotos aufgenommen habe, ging es weiter entlang des Oder-Havel-Kanals in Richtung Zerpenschleuse. Zwischendurch machte ich einige Fotos bis ich an meinem eigentlichen Startpunkt angekommen bin, Zerpenschleuse.


 
Bei Zerpenschleuse treffen sich Finowkanal und Oder-Havel-Kanal und haben die selbe Wasserhöhe. Von dieser Kreuzung startete ich meine eigentliche Tour, entlang am Finowkanal bis nach Liepe.



Die Schleuse Ruhldorf war die erste Schleuse auf meiner Tour. Als Schleusenwart traf ich auf eine Frau, sie wir die einzige Frau auf dieser Position.
Während ich meine Bilder machte, unterhielten wir uns und sie gab mir noch einen Flyer vom Finowkanal mit. In dem Flyer sind unter anderem die zu überwindenden Höhen der Schleusen vermerkt.



Die zweite Schleuse auf meiner Tour war die Schleuse Leesenbrück. Weil eine Brücke über einer der Schleusentore war und ich von dort aus die gesamte Anlage gut fotografieren konnte, brauchte ich die Schleusenanlage nicht betreten.



Weiter ging es zur Grafenbrücker Schleuse. Auch diese Schleusenanlage konnte ich von einer Brücke aus gut fotografieren und brauchte sie nicht betreten. Wenige Meter von der Schleuse entfernt, befand sich ein Imbiss. Beim „Schleusengraf“ gönnte ich mir ein sehr leckeres Bauernfrühstück und einen Apfelsaft. Apfelsaft trinke ich gern auf solchen Tour, er ist lecker und hat keine Kohlensäure, von der ich nicht so ein Fan bin.


Von der Grafenbrücker Schleuse bis Finowfurt ging es durch den Wald, abseits des Finowkanal. Der Waldweg führte auch über die Autobahn 11 und das Flüsschen „Finow“, den eigentlichen Namensgeber des Finowkanal. Den Ursprung hat das Flüsschen „Finow“ bei etwa Biesenthal. Das herauszufinden, steht noch auf meinen Plänen.
In Finowfurt kommt die Schleuse Schöpfurth, diese betrat ich ebenfalls nicht, die Schleusenanlage war zu allen Seiten ebenerdig, was die Besichtigung einfach machte.


Direkt am Finowkanal ging es weiter in Richtung Eberswalde. Was ich jedoch nicht wusste, ich befand mich auf der falschen Seite, denn der richtige Rad- und Fußweg befand sich auf der anderen Uferseite. So fuhr ich zunächst weiter auf diesem Weg, der recht bescheiden war. Später kam eine Fußgängerbrücke, die ich nutzte, um auf die andere Seite zu kommen. Von der Brücke und der Umgebung machte ich paar Fotos.


Vorbei an der Messingwerksiedlung ging es weiter zur Schleuse Heegermühle. Die Schleusenanlage habe ich betreten um ein paar Bilder davon zu machen. Ein Kanal ist eigentlich ein stehendes Gewässer, der Finowkanal jedoch nicht so ganz. Durch zahlreiche Zuläufe in den Kanal kommt jedoch Wasser hinzu, was auch wieder ablaufen muss. Aus diesem Grund hat fast jede Schleuse einen Überlauf. Bei der Hegemühler Schleuse machte ich auch eine Langzeitaufnahme und ein Video von dem Überlauf.


Die nächste Schleuse war die Schleuse Wolfswinkel. Auch diese Anlage habe ich betreten um ein paar Detailsaufnahmen zu machen.


Vorbei an der ehemaligen Papierfabrik, einer Hubbrücke und dem ehemaligen Walzwerk ging es weiter zur Schleuse Drahthammer. Hier konnte ich meine Bilder machen ohne die Anlage betreten zu.


Die Kufperhammerschleuse war die nächste auf der Route. Wie auch bei der Schleuse Drahthammer brauchte ich die Anlage nicht betreten. Die Schleusen Drahthammer und Kupferhammer sind fast baugleich. Kanalabwärts haben sie ihre Schleusenbecken auf der linken Seite, auf der jeweiligen rechten Seite befinden sich alte Schleusenbecken, die als Überlauf für das Kanalwasser dienen. Bei der Schleuse Kupferhammer machte ich ebenfalls ein Video und ein langzeitbelichtetes Foto.


Die Stadtschleuse Eberswalde ist die modernste Schleuse in diesem Bereich des Finowkanal. Die komplette Anlage wurde in den Zweitausendern restauriert und saniert. Das Gelände konnte ich den Tag nicht betreten, der Schleusenwärter war mit Grünschnittarbeiten beschäftigt und sämtliches Rufen und Winken hat nichts gebracht, was mich jedoch nicht allzu sehr davon abhielt meine Bilder zu machen, ich machte die Bilder halt von außen.


Meine Tour führte nun auf einer für mich sehr bekannten Wegstrecke weiter, es ging in Richtung der ehemaligen Badeanstalt von Eberswalde. Diesen Weg bin ich während meiner Kindheit sehr oft gefahren oder gelaufen, gerade im Sommer.
Was ich bis zu diesem Tag nicht wusste, auf dem ehemaligen Gelände der Badeanstalt gab es früher eine Rundfunkversuchsanstalt, drauf wies ein Schild vor dem Gelände hin.


Meine Tour ging weiter zur Schleuse Ragöse. Kurz vor der Ragöser Schleuse musste ich erst einmal nach dem genauen Weg suchen. Der Radweg geht vor der Schleuse von dem Finowkanal weg in einen Wald, der gleich mehrere Wege hat. Nach einer kurzen Suche fand ich den richtigen Weg und sah mir die Schleuse an, in der gerade ein Schleusenvorgang aktiv war. Somit hatte der Schleusenwärter keine Zeit für mich, was ich auch verstanden habe. Durch eine erhöhte Brücke über den unteren Schleusenausgang konnte ich meine Fotos trotzdem machen und verließ die Anlage schnell um von einem nahegelegenen Steg die Ausfahrt den Bootes zu filmen und fotografieren.


Zunächst ging meine Reise weiter am Finowkanal entlang, der später jedoch einen Knick macht und mein Weg führt durch einen großartigen Mischwald. In diesem Wald gibt es einen hervorragend ausgebauten Radweg, wie eigentlich auf der gesamten Strecke. Kurz vor Niederfinow verlässt man den Wald und man fährt den Radweg zwischen Feldern und Wald weiter. Auf diesem Anschnitt lassen sich wunderbare Landschaftsbilder machen.



In Niederfinow angekommen, geht es auf den Straßen des Ortes im wahrsten Sinne des Wortes über Berg und Tal, dass kostete mich schon etwas Kraft.
Dann traf ich auf die Stecher Schleuse. Wie auch in Eberswalde, war der Schleusenwärter mit Grünschnitt beschäftigt, besichtigen konnte ich die Schleusenanlage trotzdem, jedoch nicht an diesem Tag.
So setzte ich meine Fahrt durch Niederfinow fort. In Niederfinow gibt es eine Hubbrücke, ich machte Bilder von ihr und fuhr weiter zur letzten Schleuse auf meiner Tour, die Lieper Schleuse.


Von der Hubbrücke fuhr ich weiter am Finowkanal. Mein ausgesuchter Weg begann anfangs gut, ging dann aber in einem schlechten Feldweg über. Das Ziel fast vor Augen, wollte ich jedoch nicht umdrehen und einen anderen Weg nehmen. So ging es weiter, zwischendurch auch schiebend, immer mit der Hoffnung das es wieder besser wird und das mein Tagesziel erreicht wird. Zwischendurch sprang ich mit der Kamera über einen Graben um Fotos von den Schiffshebewerken zu machen.


An der Lieper Schleuse angekommen, machte ich auch davon ein paar Fotos. Die Anlage hat auch eine erhöhte Brücke, so brauchte ich das Gelände ebenfalls nicht betreten.


Nachdem ich meine Bilder gemacht habe, fuhr ich über Niederfinow in den Ort Liepe, in dem meine Großeltern wohnten. Am frühen Nachmittag bin ich bei den beiden angekommen. Zunächst machte mir meine Oma einen Kaffee, während ich unter die Dusche ging. Bei Kaffee und Kuchen unterhielten wir uns über den ersten Tag meiner Tour. Am Abend wurde dann gegrillt.
Während meine Großeltern ihre Fernsehsendungen schauten, checkte ich das Wetter für den zweiten Tag meiner Tour. Das Wetter im Sommer 2017 war nicht zuverlässig und sehr verregnet, eine halbwegs zuverlässige Prognose für den nächsten Tag gab es kaum. Als ich mir die Wetterdaten für den nächsten ansah, entschied ich mich von meinem eigentlichen Plan abzurücken und mit dem Fahrrad zurück nach Eberswalde zu fahren und dann mit der Bahn nach Hause, der zweite Tag sollte verregnet werden. Ursprünglich stand auf meinem Plan, die Tour weiter nach Hohensaaten und dann durch den Nationalpark Unteres Odertal zurück nach Schwedt zu fahren. Da ich auf dieser Strecke jedoch kaum Möglichkeiten habe, mich bei starken Regen irgendwo unterzustellen und das mit meiner Kameratechnik, war mir zu wage. Schon an meinem ersten Tag gab es hin und wieder Regen, da hatte ich jedoch ab und zu Unterstellmöglichkeiten.

Tag zwei meiner Tour.
Da ich mich nun anders entschieden hatte und der Bahnhof Eberswalde nur etwa 15 Kilometer weg war, brauchte ich mich nicht beeilen. Ich aß entspannt Frühstück und passte meinen Start dem Wetterradar an.
Ich fuhr zunächst zurück nach Niederfinow. Als ich bei der Hubbrücke vorbei fuhr, war sie geschlossen. Ich muss zwar nicht über die Brücke, aber ich hatte sie noch nie im geöffneten Zustand gesehen. Ich stoppte, machte eine paar Fotos und ein Video als ein Boot durchfuhr.


Meine Fahrt ging weiter zur Stecher Schleuse. Am Tag zuvor war der Schleusenwärter mit Grünschnittarbeiten beschäftig und bemerkte mich nicht. An diesem Tag hatte ich Glück. Er öffnete und gewährte mir zutritt. Ich erklärte ihm mein Vorhaben, was die Schleusenwärter ja eigentlich wussten, ich hatte mich beim Wasser- und Schifffahrtsamt ja angemeldet. Er erklärte mir ausgiebig seine Anlage. Für ein paar Fotos und ein kurzes Video öffnete er den Einlauf und das Wasser schoss in das leere Schleusenbecken. Im Anschluss zeigte er mir eine Fischtreppe. Es war die einzige auf der gesamten Tour und es war schon etwas interessant. Nachdem ich all meine Foto gemacht habe, unterhielten wir uns noch ein Weilchen bevor ich meine Tour fortsetzte.


Auf der restlichen Tour bis zum Bahnhof passierte nicht mehr allzu viel. Ich machte hier und da noch ein paar Bilder und fuhr dann mit dem Zug zurück nach Schwedt.
Nach Auswertung der Fotos, erstellte ich einen Kalender mit den Bildern der 12 Schleusen und übergab ihn meinen Großeltern als Dank für die Übernachtung und für ihr Infomaterial, was sie mir ihm Vorfeld besorgt hatten.
Auch an dieser Stelle, mein Dank an die Schleusenwärtin und alle Schleusenwärter führ ihre Unterstützung.

Hier geht es zum YouTube-Video meiner Tour...

Publiziert am: Samstag, 12. Dezember 2020 (340 mal gelesen)
Copyright © by Enrico Rahn

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